[Rezension] Dangerous Royals #1 – Dark Mafia Prince

Dangerous Royals #1
Dark Mafia Prince

Autor: Annika Martin
Verlag: Lyx Digital
Seitenanzahl: 331 Seiten
ET: 04.04.2017
ISBN: 978-3-7363-0522-9
Quelle








Es ist gut, aber für eine Mafia-Story viel zu soft. Interessante Idee, doch vollständig fesseln konnte sie mich nicht.

Alle fürchten die schlafenden Könige - und jetzt sind sie aufgewacht!

Aleksio Dragusha sollte die Welt zu Füßen liegen. Zusammen mit seinen Brüdern sollte er eines Tages über die Mafia in Chicago herrschen, doch stattdessen musste er mit neun Jahren hilflos mitansehen, wie seine Eltern ermordet und seine Brüder verschleppt werden. Getrieben von Rache hat er nur einen Wunsch: seine Brüder zu vereinen und sein rechtmäßiges Erbe anzutreten!  Um den Mann zu stürzen, der ihm alles genommen hat, entführt er das Einzige, was Aldo Nikolla wichtig ist: Dessen Tochter Mira, Aleksios beste Freundin aus Kindertagen. Er ist fest entschlossen, sie zur Rettung seiner Brüder zu opfern, doch als sie sich nach all den Jahren wieder gegenüberstehen, ist da mehr als nur Vertrautheit in Miras Blick. Es ist ein Verlangen, so stark und unstillbar, dass ihm keiner von beiden standhalten kann ... (© Lyx Digital)


Im April erschiene und obwohl es mich nicht zu 100% ansprach, konnte ich einfach nicht daran vorbei gehen.
Mafia. Normalerweise reicht schon dieses Worte und ich greife NICHT zu solch einen Buch, da mir diese Thematik so gar nicht zusagt.
Aber hier war es anders. Ich war neugierig. Und wollte sehen, was Annika Martin aus dem Thema gemacht hat.
Für dass, das ich praktisch von Anfang an gegen das Mafia-Thema war, hat mich das Buch positive überrascht, auch wenn es mich nicht vollständig von sich überzeugen konnte.


Die Handlung


Mafia gepaart mit Liebe ist vor allem eines:
Weichgespülter, als ich mir Mafia im Allgemeinen so vorstelle.
Die Idee ist gut und quasi neu in diesem Genre, aber irgendwie stelle ich mir die Mafia Kreise brutaler vor, auch wenn Annika Martin versucht hat, diese Dauer-Brutalität beizubehalten, aber wo Liebe ist, wird irgendwann einmal wer schwach und sensibel.

Der Handlungsverlauf ist klar definiert, denn alles dreht sich um das Finden des dritten – und verschollenen – jüngsten Bruders Kiro. Die Liebesgeschichte wurde in die Handlung gefädelt und passt sich dem roten Faden an.
Obwohl mich die Thematik Mafia normalerweise abschreckt, wurde ich doch neugierig und großteils hat mir das Buch auch gut gefallen.
Es ist aber auch vorhersehbar und die Liebesgeschichte rund um Aleksio und Mira nahmen dem Ganzen definitiv die Brutalität.
Manche werden es mögen, ich fand es schade, dass das ganze Thema Mafia und zurückerobern des verlorenen Erben durch die Liebe abgemildert worden war.


Die Charaktere


Der Titel „Dark Mafia Prince“ beschreibt Aleksio perfekt, denn er hat definitiv etwas Dunkles in sich, aber für seine Erziehung ist er mir irgendwie…zu soft.
Er wurde zum Killer erzogen und doch lässt er sich von einer Frau bezirzen, sodass er Dinge tut, die ganz untypisch für ihn als Mafia Prince ist. Es kommt mir so verharmlost vor.
Blutdurst und Rachegelüste treiben Aleksio an und als er Mira sieht plötzlich nicht mehr?
Bitte nicht falsch verstehen, ich mochte ihn als Person, aber als Chef einer Mafia-Gang finde ich ihn ungeeignet, da man da kaltblütig sein soll und nicht dem Willen einer Frau unterstehen sollte. Vermute ich jetzt mal.

Victor, der Wicked Mafia Prince, der in Band 2 noch seine Hauptrolle bekommt, kam mir da schon um einiges tauglicher vor. Er ist ein Killer, wurde so ausgebildet und handelt auch so danach. Alles, was man bis jetzt über ihn erfahren hat, lässt darauf schließen, dass er für seinen Mafia-Thron alles tun würde. Das einzige, was ihm wichtig erscheint sind seine Brüder. Loyal und blutrünstig, genau SO stelle ich mir jemanden bei der Mafia vor.

Mira ist die weibliche Protagonistin und das glatte Gegenteil von Aleksio. Wo er brutal ist, ist sie friedliebend. Sie ist ehrlich und hat einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Sie und Aleksio ziehen sich an. Wie das Licht die Motten anzieht. Sie wissen, dass es unmöglich ist, aber gegen diese Anziehung sind sie machtlos.
Mira ist stark und mutig und versucht ihren eigenen Weg zu gehen. Sie hält ihre Versprechen und obwohl sie in den Mafia-Kreisen aufgewachsen ist, kämpft sie für die Schwachen und bleibt sie selbst.

Die Charaktere sind gut dargestellt, auch wenn sie – in meinen Augen – ab und an etwas zu weichgespült sind. Mafia ist für mich Brutalität pur. Machtkämpfe. Blutvergießen.
So wie es Bloody Lazarus tut. Es ist ein Dauerkrieg um Macht und Geld. Aber ansonsten fand ich die Darstellung gut.


Die Schreibweise


Locker, leicht, flüssig zu lesen.
Das Buch selbst liest sich selbst gut und schnell, auch wenn ich gestehen muss, dass ich ab und an ein paar Sätze ausgelassen habe, da ich sonst nicht weitergekommen wäre. Von der Handlung selbst habe ich trotz manches „überlesen“ aber nichts verpasst.

Sie ist einfach zu folgen und folgt einem schlüssigen roten Faden. 

New Adult mal anders. Annika Martin schafft es mit „Dark Mafia Prince“ den Einstieg in eine Trilogie, dessen weiterlesen zwar interessant wäre, aber mich nicht unbedingt reizt. Höchstens Band 3 „Wild Mafia Prince“ macht mich neugierig, aber ansonsten sind Mafia-Bücher einfach nicht mein Fall.
Die Idee ist interessant, aber durch die Liebesgeschichte wurde das Thema Mafia ziemlich abgeschwächt.
Die Handlung ist vorhersehend, aber dennoch gut zu lesen.
Die Charaktere sind gut getroffen.
Es ist der Beginn einer Reihe, die man lesen kann, aber – von mir aus – nicht unbedingt muss.
Blutig, brutal, aber auch voller Leidenschaft und Liebe.
Definitiv eine Interessante Mischung, die Annika Martin da geschaffen hat.
„Dark Mafia Prince“ bekommt von mir jedenfalls 3 von 5 Federn und ich lasse es mir noch offen, ob ich unbedingt zu Band 2 greifen werde oder nicht.



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